Die Ursache für die Schimmelbildung an einem Holzfenster ist das falsche Lüften der Wohnung. Beispielsweise liegt falsches Lüften vor, wenn das Fenster die meiste Zeit geöffnet ist und sich somit Schimmel an den Laibungen oder an der Fensterbank bilden kann. Das kann daran liegen, dass die warme Luft in der Wohnung das Wasser aus der Luftfeuchtigkeit leichter binden kann als die kalte Luft. Durch das gekippte Holzfenster kommt es zu einer überhöhten Luftfeuchtigkeit, welche Schimmelpilze verursachen kann.

Dieses Problem kann man ganz leicht umgehen, indem man eine sog. „Querlüftung“ im eigenen Heim durchführt. Hierbei werden die Fenster in der Wohnung ganz geöffnet, so dass die Luft von allen Seiten ein- und ausdringen kann. Die entstandene Feuchtigkeit im Haus wird durch die frische Luft abtransportiert, wodurch sich kein Schimmel mehr bilden kann.

Aus der ökologischen Sicht hat das Holzfenster gegenüber dem Kunststofffenster immer einen Vorteil. Außerdem trägt das Holz trotz der Dichte und Festigkeit zu einem guten Raumklima bei. Vor allem übertreffen solche Fenster die Lebensdauer von allen anderen Materialien, sodass sich auch der hohe Preis dafür bezahlt macht.

Jeder Vorteil bringt jedoch auch meist einen Nachteil mit sich: Damit das Holz nicht anfängt zu schimmeln, muss eine intensive Pflege das A und O sein. Hierbei müsste zweimal im Jahr der Holzrahmen sorgfältig mit einem speziellen Öl gestrichen werden, wodurch man sicher gehen kann, dass das Holz nicht zu spröde wird und nicht reißt. Hinzu kommt, dass man außerdem alle zwei Jahre eine Schutzlasur und alle fünf Jahre einen neuen Lackstrich verrichten muss. Nur durch intensive Pflege und richtige Lüftung kann man bei Holzfenstern den Schimmel vorbeugen.

Das Vorurteil gegenüber Holzfenstern, sie seien schimmelanfälliger, kann nicht bestätigt werden. Wenn man die oben genannte Pflege und die richtige Lüftungsart regelmäßig durchführt, kann garantiert werden, dass kein Schimmel an den Holzfenstern vorkommt wird.